Musikalische Leckerbissen wurden den Besuchern des Open Air Konzertes geboten. Das kühle Herbstwetter verhinderte jedoch einen stärkeren Besucherandrang, oz-poto: am Open Air Konzert litt unter Regen Interessantes Programm der Bands war ein „musikalischer Genuß" Dülmen (ani). Die Musik war es nicht, die die Musik­fans am Samstag vom Besuch des Open Air Konzerts am Waldfriedhof abhielt. Schuld war wohl eher der Regen, so daß die drei Bands „M.S.B.C.", „Stone Age" und „Die Erogenen Zonen" vor einer kleinen, aber begeisterten Zuschauerschar auftraten.Das Open Air wurde von der in Dülmen noch unbekannten Gruppe „M.S.B.C.", der Musikschulband aus Coesfeld, eröffnet. Die Musiker hatten sich vor einem Jahr zusam­mengefunden. Ihr Programm um­faßt hauptsächlich Rock und Blues. Zur Zeit muß sich die Band noch auf Coverversionen bekannter Stücke beschränken, eigene Songs sind je­doch in Planung. Die Band hat schon einige Auftritte in Coesfelder Kneipen und auf dem Borkener Mu­sikschultag hinter sich, würde sich aber über größere Engagements freuen; Nachdem „M.S.B.C." dem Publi­kum eingeheizt hatte, sorgte „Stone Age" dafür, daß auch die letzten Ge­danken an den Regen verdrängt wurden. Die junge Dülmener Band, die ebenfalls seit dem vergangenen Jahr existiert, ging dann schon et­ was härter zur Sache. Ihr Repertoire besteht aus Punkmusik, die Songs sind teils gecovert, teils selbstge­schrieben. Die Band, die im JZ probt, hat schon einen Auftritt bei der Entlaßfeier der Kardinal-von-Galen-Schule absolviert, spielt aber hauptsächlich aus Spaß an der Mu­sik. Nachdem nun auch dem letzten Zuhörer warm geworden war und auch Petrus es mittlerweile besser mit den Musikfans meinte, starteten die in Dülmen und Umgebung schon bekannten „Erogenenzonen" ihr Programm. Die „Zonen", wie sie von ihren Fans genannt werden, ha­ben sich am Dülmener Gymnasium gegründet, wo die meisten der Mit­glieder 1990 ihr Abitur machten. Von dort aus startete die Band Tour­neen durch Dülmens Kneipen oder Auftritte im Jugendzentrum. Die Anwesenden gingen beim ab­wechslungsreichen Programm be­geistert mit, egal ob Rock'n Roll, Deutschrock oder ruhigere Balladen gespielt wurden. Die „Zonen", die viel wert darauf legen, daß ihre Stücke tanzbar sind, hatten bisher nur Hits gecovert. Das jetzige Reper­toire wurde aufgestockt, eigenstän­dige Versionen bekannter Songs entwickelt. Auch diese Versionen wurden von dem Publikum mit viel Beifall aufgenommen. Spät am Abend ging das Open Air Konzert schließlich zu Ende. Trotz des Regens war es für die jüngeren Bands eine gute Gelegenheit, um Er­fahrungen mit öffentlichen Auftrit­ten zu sammeln und für die Zu­schauer, die jede Band mit viel Ap­plaus bedachten und sich die Stim­mung nicht vermiesen ließen, auf jeden Fall ein musikalischer Genuß.